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Über die Konferenz

Die NS-Herrschaft wird transnational als europäisches Besatzungsregime betrachtet, das nicht nur Europa gewalttätig geprägt, sondern auch die Gesellschaften in den besetzten Ländern nachhaltig umgeformt hat. Gerade aufgrund dieser verbindenden Elemente der Erinnerungskultur und weil rechtspopulistische Strömungen derzeit in Europa Unterstützung finden und damit die Relativierung oder gar Leugnung nationalsozialistischer Verbrechen vielerorts droht, ist es unerlässlich, die Erinnerung an Krieg, Völkermord und Massengewalt aufrechtzuerhalten, ja zu verstärken.

Vor fundamentalen Veränderungen stehen die NS-Gedenkstätten nicht zuletzt aufgrund der Digitalisierung, gilt es doch, in einer Welt mit bislang ungeahnten medialen Möglichkeiten einen Weg zu finden, der den medialen Erwartungen und veränderten Rezeptionsweisen der Besucher:innen entspricht und zugleich die Authentizität und Vielschichtigkeit des historischen Orts nicht im virtuellen Raum aufgibt. Diese Herausforderungen und damit einhergehende Fragen soll die digitale Internationale Konferenz zur Geschichte und Erinnerung der nationalsozialistischen Konzentrationslager vom 18. bis 21. Mai 2021 umfassend und nachhaltig diskutieren. Dabei werden die Kategorien Raum, Transfer und Transnationalität im Mittelpunkt stehen.

Die Arbeitsgemeinschaft der KZ-Gedenkstätten führt diese Konferenz zusammen mit der Humboldt-Universität Berlin durch, um die Notwendigkeit der engen Verbindung von Gedenkstätten und universitärer Forschung besonders zu unterstreichen. Die Bundeszentrale für politische Bildung ist Kooperationspartner. Geplant ist zum einen ein bilanzierender Blick auf die Forschungsleistungen zum Thema „Konzentrationslager“ in den letzten Jahren. Zum anderen gilt es aber auch, bisher nur wenig erprobte Analysewerkzeuge aus benachbarten Disziplinen vorzustellen und sich mit Expert:innen über neue Perspektiven und sich verändernde Aufgabenbereiche auszutauschen. Sowohl für die Kolleg:innen aus den Gedenkstätten als auch aus den Universitäten bietet die Tagung eine herausragende Möglichkeit, um über Bilanz und Perspektiven der Erinnerungskultur mit Bezug zu den NS-Massenverbrechen auf internationaler Ebene zu diskutieren.

Die Konferenz wird als digitale Zoom Veranstaltung durchgeführt. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

Zielgruppe sind Mitarbeiter:innen von Gedenkstätten und Dokumentations- und Informationseinrichtungen, Gedenkstätteninitiativen, Lehrende, Historiker:innen, Multiplikator:innen aus schulischer und außerschulischer politischer Bildung, Hochschulen, Kunst, Kultur und Medien, Wissenschaftler:innen, Publizisten:innen, Studierende.

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